Am 29. September 2010 lud die INT – Gesellschaft zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration mbH Interessierte aus dem Quartier Prohlis/ Am Koitschgraben, aus Wissenschaft und Praxis, aus Politik und Wirtschaft zu einem gemeinsamen eintägigen Fachtag in den Räumlichkeiten des Projektes NOBIZ in Dresden. Die Veranstaltung diente dem fachlichen Austausch, um Impulse für die Arbeit mit Eltern zu erhalten.
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und Praxis folgten der Einladung und beteiligten sich intensiv am Fachtag. Den wissenschaftlichen Rahmen setzten ausgewählte Gastvorträge externer Expertinnen und Experten zu den Themen "Die Rolle der Eltern bei Berufsorientierung und Berufswahl" und "Übergangsbegleitung & Elternarbeit in der Praxis". Im Mittelpunkt der nach der Mittagspause stattgefundenen drei Arbeitsgruppen standen die Themen „Eltern und Schule“, „Quartier/Netzwerk/Kooperation“ und „Von der Theorie zur Praxis: Umsetzung von Elternarbeit“. Die Workshops dienten der vertieften Diskussion spezifischer Fragen, dem Informationstransfer sowie dem Erfahrungsaustausch. Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierten Vertreter der jeweiligen Arbeitsgruppe ihre Arbeitsergebnisse dem Publikum.
Die vorliegende Dokumentation enthält die Vorträge der Experten, die Input-Referate sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Workshops.
Regine Wagner, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Sabine Grahl, INT GmbH
Nicole Kreißl, Quartiersmanagement Am Koitschgraben
Angelika Puhlmann, Bundesinstitut für Berufsbildung
Ayla Kadi, Lokales berufliches Orientierungszentrum Berlin
Meinolf Padberg, Berufsorientierungs-Koordinator der Möhnesee-Schule
Workshop 1: Eltern und Schule
Ayla Kadi, Mitarbeiterin des Lokalen beruflichen Orientierungszentrum (LBO) Berlin, und Songül Aslan, Sozialarbeiterin an der Röntgen-Schule in Berlin, zeigten mögliche Ansätze und Hemmnisse im Umgang mit Schülern, Eltern und Lehrkräften auf. In einem Austausch wurde sich darüber verständigt, welche Zugangsformen und Arbeitsweisen sich bei der Arbeit mit Eltern anbieten bzw. als günstig erweisen.
Workshop 2: Quartier, Netzwerk und Kooperation
Frau Heidrun Wolle, Fachkoordinatorin des „Fürstenwalder Übergangsmanagement Schule-Beruf“, zeigte als Impulsgeberin dieses Workshops auf, wie das Übergangsmanagement Jugendliche begleitet und Eltern involviert. Methodische Grundlagen, ihre praktische Umsetzung im Quartier sowie die Etablierung eines Netzwerks aus vielfältigen Kooperationspartnern am Übergang Schule-Beruf wurden diskutiert.
Workshop 3: Von der Theorie zur Praxis: Umsetzung von Elternarbeit
Praxis und Theorie sind zwei Begriffe, in deren Verhältnis zueinander häufig ein Widerspruch vermutet wird. Im Workshop wurde ausgehend von den theoretischen Ausführungen des Bundesinstituts für Berufsbildung und des Konzeptes der Möhneseeschule zur Elternarbeit die Umsetzung in der Praxis mit den Teilnehmenden diskutiert.